Bestimmt habt Ihr es schon gehört: Die Armee präsentiert
sich wieder einmal der wehrwilligen Bevölkerung. Am 12. und 13.
Juni zeigt sie in Frauenfeld, was sie hat: Lufttransportmittel,
Panzerbrigaden und ihre Armee-Big-Band. Ausserdem an Ausstellungen zu
sehen: "Frauen in der Armee, Pferde in der Armee" (gemäss
Werbeprospekt).Während die Armee und ihre Fans sich in
Frauenfeld versammeln, schwärmt die GSoA in den Rest der Schweiz
aus. Wir wollen mit 50 Unterschriftensammel-Ständen an den
grösseren und kleineren Orten präsent sein. Diejenigen
Leute, die sich über den Armeetag aufregen, werden an diesem Tag
sicher gerne unterschreiben... In Zürich und Bern finden
ausserdem Veranstaltungen zur Geschichte und zur antisemitischen
Vergangenheit der Armee statt.Beteiligt Euch an Sammelaktionen Eurer
Regionalgruppen, denn gemeinsam machts mehr Spass!
GSoA-Kontakte siehe unten.
Renate
Am 12./13 Juni 1998 lädt das Kommando der Felddivision 7 zum Armeetag im Rahmen des Jubiläums «150 Jahre Bundesstaat». Die Armee feiert in Frauenfeld ihre Vergangenheit wir sammeln in der ganzen Schweiz für eine zukunftsfähige Sicherheitspolitik. «Modern, vielseitig und dynamisch...» will sich die Armee in Frauenfeld präsentieren. Tatsache ist: Ihr ist der militärische Feind verloren gegangen. Daher will sie uns heute weismachen, dass sie auch ohne Feind zu allem fähig ist. Und dafür braucht die Armee neue Aufgaben. Nur eine Schweiz ohne Armee kann keine Armee gegen Flüchtlinge einsetzen.
56 Jahre nach der Schliessung der Schweizer Grenzen für jüdische Flüchtlinge verspricht Verteidigungsminister Ogi: "Meine Leute können innert Tagen bereit sein." Damit meint er einen erneuten Armee-Einsatz zur Abwehr von Flüchtlingen. Sein Parteikollege, der SVP-Nationalrat Baumann, erklärt, warum Ogi auf einen solchen Aktivdienst erpicht ist: "Auf schlichte und einfache Art könnten den Steuerzahlern und Bürgern Nutzen und Notwendigkeit unserer Armee nahegebracht werden." Man reibt sich die Augen. Einmal mehr soll sich die Schweiz mit der Armee von der Welt abschotten. Nicht nur die SVP-, CVP- und FDP-Parteipräsidenten stimmen dabei mit Blocher überein. Auch die vielgerühmte Strategie-Kommission Brunner hat diesen Ladenhüter wieder aufgewärmt. Und so etwas nennt sich Armeereform.
Soldaten an der Schweizer Grenze ändern nichts an der Politik in jenen Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge kommen. Solidarität kann die Schweiz nicht mit der Armee demonstrieren. In einem Engagement für eine gerechtere und friedlichere Welt liegt die Aufgabe der Schweiz. Die Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst ist ein Beitrag zu einer Welt mit weniger Flüchtlingen und somit ein Baustein einer neuen Sicherheitspolitk
Der Armeetag in Frauenfeld anlässlich der Feier "150 Jahre Bundesstaat" wäre für die Armee eine Gelegenheit, aus der von ihr mitgetragenen antisemitischen und menschenverachtenden "Boot-ist-voll"-Politik eine kritische Bilanz zu ziehen. Bis heute hat sie das verpasst. Anstatt sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, steuert die Armee auf die Wiederholung desselben Fehlers zu.
Während die Armee am 13. Juni in Frauenfeld ihre unbewältigte Vergangenheit feiert, gibt die GSoA an unzähligen Standorten in der ganzen Schweiz den BürgerInnen die Möglichkeit zwei zukunftsfähige Initiativen zu unterschreiben: "Für eine Schweiz ohne Armee" und einen "Freiwilligen Zivilen Friedensdienst".
Die Armee, der Antisemitismus und das "volle Boot"
Freitag, 12. Juni, 19.30 Uhr,
im Volkshaus Zürich, Zimmer
16.
Vortrag von und Diskussion mit Josef Lang, Historiker
Schweiz von 1848 ein Militärstaat?
Der Mythos der
schwerbewaffneten Neutralität
Mittwoch, 17. Juni, 18 Uhr, Uni Tobler, Lerchenweg 32, Bern
(Bushalt Uni Tobler)
Vortrag von und Diskussion mit Peter Hug,
Historiker
100000 Unterschriften sind ein ganz schöner Haufen. Und sammeln ist im Sommer um einiges angenehmer als an kalten Wintertagen. Deshalb: Auf zur GSoA-Sammeltournee mit dem GSoA-Bus von Festival zu Festival: Am 20. Juni beim Patent Ochsnair in Belp, vom 26.-28. Juni beim Open-Air St. Gallen, vom 3.-5. Juni im luzernischen Eschenbach, vom 10.-12. Juni beim Out-in-the-Green in Frauenfeld, vom 17.-19. Juli am Berner Gurtenfestival, vom 21.-26. Juli am Paléo-Festival Nyon, vom 31. Juli - 2. August am GSoA-Festival in Bern, vom 7.-9. August am Heiteren Open Air in Zofingen und vom 21.-23. August am Open-Air-Gampel im Wallis. In der Regel sammeln wir jeweils beim Eingang zum Festival-Gelände. Jetzt sind nur noch ganz viele motivierte MitsammlerInnen gefragt, die an einem (oder auch mehreren) Festivals mitsammeln. Lass uns doch wissen, wo Du mithelfen kannst. (GSoA:Tel. 01/273 01 00 (Renate) oder 031/301 82 09 (Nico)). Der Bus steht natürlich jederzeit für weitere Sammelaktionen zur Verfügung. Nur zu...
Am Wochenende vom 16./17. Mai trafen sich einige der eifrigsten SammlerInnen der GSoA zum Erfahrungsaustausch und zur weiteren Kampagnenplanung auf dem aargauischen Herzberg.Wer den Merksatz "Händ Si scho dörfe underschriibe?" von Urs Wüest (Luzern, siehe Bild oben) noch nicht im richtigen Tonfall aussprechen kann, hatte auf dem Herzberg nochmals die Gelegenheit, dies unter kundiger Anleitung zu lernen. Allerdings hatten wir es nicht nur lustig beim zweiten Fitamin-Treffen: zum Beispiel dann nicht, als Hans den sog. Blocher-Bericht vorstellte. Interessant ist aber zu hören, dass der Bericht auch friedenspolitische Literatur verarbeitet hat... Und wie machen wir den Leuten eigentlich klar, dass das wahre Reformpotential bei der GSoA liegt, obwohl schon Kreti und Pleti einen Strategiebericht verfasst und darin von Reformen der Armee schwärmt?
Wir selber haben noch keinen Strategiebericht verfasst, aber einiges über die Sommersammelkampagne der GSoA haben wir schon geredet: Was wir am Armeetag vom 13.Juni machen, wer an welchen Open Airs sammelt, wie unsere eigenes Festival um den 1.August gedeiht etc. (siehe dieses Info). Und natürlich die Finanzen... Wer kann, soll doch bitte den beigelegten Einzahlungsschein benutzen, die GSoA-Kasse ist eigentlich nicht auf Diät. Renate
Gut
zwei Monate ist es her, dass wir in Bern mit einem Alpabzug den
letzten Gang der Armee ins Museum und die ersten Schritte des Zivilen
Friedensdienstes eingeläutet haben. Trotz einem verregneten
Start habt ihr schon 20'000 Unterschriften pro Initiative gesammelt!
Herzlichen Dank allen, die zu diesem guten Start beigetragen haben.
In den nächsten Monaten muss es nun darum gehen, das schöne Sommerwetter und die Sommeranlässe zu benutzen, um einen nächsten grossen Schritt zu machen.
Zudem müssen wir unsere beiden Initiativen finanzieren können: Jede Unterschrift kostet uns rund 2 Franken für Beglaubigungen, Portokosten usw. Wir rufen alle auf, einen Einzahlungsschein grosszügig zu benützen, denn neben den Unterschriften muss auch das Geld gesammelt werden.Vielen Dank für Deine Unterstützung.
Rückruf: Liegen bei Dir auf dem Nachttischli noch angefangene GSoA-Bogen? Oder hängen sie am Kühlschrank? Wo immer sie jetzt sind wir brauchen sie! Bitte schick uns Deine Unterschriftenbogen umgehend zur Beglaubigung zurück auch wenn sie nur eine oder zwei Unterschriften drauf haben. Danke.
Ort, Anzahl ZFD/Anzahl SoA
Zürich 4837/4745
Bern 4522/4293
Genf 2077/2043
Basel-Stadt
1157/1111
Aargau 1069/996
Luzern 700/661
Basel-Land 604/576
St. Gallen 586/578
Wallis 573/424
Waadt 575/537
Solothurn
465/443
Graubünden 221/210
Fribourg 204/189
Neuenburg
194/186
Tessin 182/184
Thurgau 178/173
Schaffhausen
132/116
Schwyz 115/108
Zug 89/88
Appenz.AR 64/64
Jura
52/50
Nidwalden 39/34
Obwalden 39/39
Glarus 28/28
Uri
17/15
Appenz. I. 16/15
gesamthaft >beglaubigt
(Stand 21. Mai 1998): 5644/5480
|
GSoA Appenzell: |
Johanes Brassel |
071 364 14 45 |
|
GSoA Baden: |
Oliver Rey |
056 222 19 20 |
|
GSoA Basel/Baselland: |
Jürg Wiedemann |
061 313 09 22 |
|
GSoA Bern: |
Nico Lutz |
031 301 82 09 |
|
GSoA Biel: |
Dänu Marti |
032 342 59 58 |
|
GSsA Genève: |
Luc Gilly |
022 320 46 76 |
|
GSoA Linth: |
Lukas Romer |
061 301 20 08 |
|
GSoA Luzern: |
Markus Weber |
041 210 09 81 |
|
GSoA Schaffhausen: |
Marcel Gray |
052 681 19 56 |
|
GSoA St. Gallen: |
Patrick Schwaller |
071 223 57 94 |
|
GSoA Winterthur: |
Marcel Scholl |
052 222 48 77 |
|
GSsE Tessin |
Danilo Baratti |
091 941 38 67 |
|
GSoA Zofingen: |
Günti Zimmermann |
062 751 54 53 |
|
GSoA Zürich: |
Martin Käser |
01 273 01 00 |
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Regionalgruppen in der Romandie: |
Infos bei GSsA |
022 320 46 76 |