Medienmitteilung der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee GSoA

SPERRFRIST: DONNERSTAG, 26. FEBRUAR 1998, 10 UHR

Weder Nato-Beitritt noch bewaffneter Alleingang:

Eine Schweiz mit einem zivilen Friedensdienst und ohne Armee

Was die Kommission Bunner heute präsentiert, ist kalter Kaffee. Die Schweizer Armee hat ihren Feind verloren. Eine Arbeitslose kämpft darum, nicht ausgesteuert zu werden. Die Hauptfunktion der Kommission Brunner war, einer Institution, die keine Aufgaben mehr hat, neue Legitimation zu verschaffen. Dabei konnte sie nur scheitern. Die Frage nach dem Sinn der Armee wagte dieses Gremium schon gar nicht zu stellen.

Die Kommission Brunner macht im wesentlichen drei Vorschläge:

Abschliessend hält der Brunner-Bericht fest, in der Sicherheitspolitik müsse eine klare Linie festgelegt werden (S.26). Der Bericht hingegen stellt das Gegenteil einer klaren Linie dar. Das Motto lautete vielmehr: Möglichst alles mit den unterschiedlichsten Begründungen vorschlagen, es allen recht machen und nur nicht die Frage nach dem Sinn der Schweizer Armee stellen. Für die GSoA stellt der Bericht Brunner daher eine untaugliche Antwort auf die aktuellen Fragen dar.