| 2. Juni 1999 | |
com.une.farceZeitschrift fuer Kritik im Netz und Bewegung im Alltag http://www.copyriot.com/unefarce Die Nummer 2 der com.une.farce, Internet-Zeitschrift fuer Kritik im Netz und Bewegung im Alltag, ist ab heute im Netz. encore.une.farce wurde eingerichtet, um interessante Beitraege, die noch nicht in Printmedien erschienen sind, im Netz zur Verfuegung stellen zu koennen. Die Nummer 2 der farce enthaelt folgende Beitraege: Kosov@ / NATO: Oekonomie des Krieges und der Kommunikationvon Alain Kessi Wenn ich die Meinungsaeusserungen und Wortwechsel ueber den Krieg der NATO gegen Jugoslawien, und der jugoslawischen Fuehrung gegen die albanische Bevoelkerung Kosov@s, mitverfolge, auf verschiedenen e-mail-Verteilern sowie in persoenlichen Gesprächen mit Leuten, faellt mir auf, wie verunsichert viele sind. Es scheint vielen AktivistInnen Schwierigkeiten zu bereiten, die elementarsten Prinzipien einer tradierten linksradikalen Politik in eine Zeit hinueberzuretten, in der ein Krieg nicht mehr so einfach als imperialistisch/antiimperialistischer - hier boese ImperialistInnen, dort tapfere BefreiungskaempferInnen - gedeutet werden kann. Es scheint mir, dass nicht die Prinzipien selber aufzugeben sind. Nach wie vor sollen Menschen und ihr gelebtes Leben vor der grossen Politik stehen. Nach wie vor geht es darum, gegen Angriffe auf unsere Autonomie solidarischen Widerstand zu entwickeln, ohne Unterschiede unter uns einzuebnen. Nach wie vor gilt es, diskursive Ablenkungsmanoever zu durchschauen und eine Analyse im Verstaendnis von oekonomischen und sozialen Machtmechanismen zu verankern. NATO-Osterweiterung: Der Mythos von der Wiedervereinigung Europasvon Alain Kessi Die NATO-Osterweiterung ist Teil eines Versuchs, nach 1989 die Existenz der NATO neu zu legitimieren. Starke Bilder wie die "Ueberwindung von Yalta" werden herangezogen. Die Verlockung des reichen Westens macht diesen Mythos auch im Osten attraktiv. Auch wenn den Leuten klar ist, dass es um Machtinteressen geht. Diese Machtinteressen sind innerhalb der NATO keineswegs homogen. Antagonismen und Konkurrenz zwischen verschiedenen Mächten innerhalb der NATO ergeben eine Dynamik, die die einzelnen Akteure unter Zugzwang setzt. |
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