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GSoA Zeitung November 2004 Bosnien und militärische Auslandeinsätze, Sonderbund Rüstungsgeschäfte |
GSoA - Zeitung November 2004
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Die fehlende BalanceDominique Rothen lebt seit drei Jahren im Berner Botschaftsquartier Kirchenfeld und studiert Psychologie. Sie ist während der Herbstsession 2004 an der GSoA-Pressekonferenz gegen innere Einsätze der Armee aufgetreten. Samuel Durrer sprach mit ihr. Seit wann nimmst du in Bern die militärische Präsenz wahr? Schon als ich nach Bern gezogen bin, habe ich eine starke militärische Präsenz wahrgenommen. Am Anfang sind mir vor allem Soldaten vor beispielsweise der israelischen Botschaft aufgefallen. Nach dem 11.9.2001 wurde die Präsenz insbesondere vor der amerikanischen Botschaft deutlich ausgebaut und die Armee richtete sich permanent ein. Zur täglichen Präsenz von Soldaten kamen auch noch Strassensperren hinzu. Wie zeigt sich die Militärpräsenz in deiner Nachbarschaft? Wenn ich durch das Quartier gehe, begegne ich bewaffneten Männern in Uniform. Auf Spaziergängen sehe ich immer wieder Stacheldraht und ich muss vor der US-Botschaft Strassensperren passieren. Wie ist die Stimmung im Quartier? Stehst Du mit Deiner ablehnenden Haltung gegenüber der Militärpräsenz allein? Neulich habe ich in der Quartierzeitung gelesen, dass verlangt wird, dass sich die US-Botschaft einen neuen Standort suchen soll. Die Botschaftsbewachungen sind im Quartier ein Thema. Würdest du es begrüssen, wenn die Armee vor den Botschaften durch die Polizei ersetzt würde? Ich würde es in erster Linie begrüssen, wenn zuerst der Sinn der Botschaftsbewachungen und deren Notwendigkeit überprüft würde. Es braucht eine Balance zwischen legitimem Sicherheitsbedürfnissen der Botschaften und den Interessen der BewohnerInnen der Quartiere. | ||
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| [ Zeitungen ] [ Hauptseite ] © GSoA, 27.11.2004/dbu |