Im Dezember wird der Ständerat (die Kammer der Kantone im Parlament) darüber abstimmen, ob Soldaten wieder Taschenmunition erhalten sollen. Wenn auch Du der Meinung bist, dass dies eine bedenkliche Entscheidung ist, haben wir für dich einen kurzen Leitfaden vorbereitet, damit du eine E-Mail an deine Kantonsvertreter*in senden kannst.
- Unter diesem Link findest du die Liste der Parlamentarier*innen jedes Kantons. Es gibt immer zwei (ausser bei Halbkantonen), und ihre parlamentarischen E-Mail-Adressen sind auf der Website des Parlaments verfügbar.
- Nachstehend findest du einen Vorschlag für eine E-Mail (bitte ändere die gelb markierten Passagen):
- Danke, dass du mit deiner Mail Druck auf den Ständerat ausübst. Um deinen Support auf diesem Thema noch nachhaltiger zu machen, freuen wir uns, wenn du unsere Arbeit mit einer Spende oder eine Mitgliedschaft unterstützt.
Betreff: Ihre Abstimmung über Taschenmunition
An Herrn XY, Vertreter / / Frau XY, Vertreterin des Kantons XY,
Sehr geehrte / r Herr / Frau
In der Wintersession wird sich ihr Rat mit der Motion 25.3638 befassen, die die Heimgabe von «Taschenmunition» an Soldaten fordert. Sollte diese Motion angenommen werden, würden alle aktiven Soldaten Munition erhalten, die sie ebenso wie ihre Waffen nach dem Dienst mit nach Hause nehmen dürften.
Zur Erinnerung: Diese Schweizer Besonderheit wurde 2007 abgeschafft, um häuslicher Gewalt vorzubeugen. Im Februar 2025 veröffentlichte das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann einen Bericht, der den Zusammenhang zwischen dem Besitz von Schusswaffen und ihrer zentralen Rolle bei Tötungsdelikten im häuslichen Umfeld deutlich aufzeigt.
Der Bericht ist eindeutig: Mit einer Ausnahme sind alle 41 Personen, die zwischen 2015 und 2022 im häuslichen Umfeld Tötungsdelikte mit Schusswaffen begangen haben, Männer. Eine weitere interessante Feststellung: Wenn eine Schusswaffe im Spiel ist, sind die Täter von Tötungsdelikten im häuslichen Umfeld doppelt so häufig Schweizer Staatsangehörige. Dieser besonders hohe Anteil könnte dadurch erklärt werden, dass Schweizer Männer aufgrund des Militärdienstes häufiger Schusswaffen besitzen als Männer mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Als Vertreter/in des Kantons XY bitte ich Sie, die Gefahren zu berücksichtigen, die dieser Vorstoss mit sich bringen würde. Wir haben genügend Beispiele aus Ländern, in denen Schusswaffen leichter erhältlich sind als in der Schweiz, um zu wissen, dass ein solches Gesetz zu mehr Tötungsdelikten und Suiziden führen würde.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und grüsse Sie freundlich,
XY
