Am Sonntag hielt die GSoA ihre 46. Generalversammlung im Restaurant Kreuz in Solothurn ab. Die Mitglieder verabschiedeten mehrere Resolutionen zur Militarisierung und zur Bedeutung von feministischer Sicherheitspolitik. Es war ebenfalls die Gelegenheit, auf die jüngsten Erfolge der GSoA zurückzublicken: Innerhalb eines Jahres wurden eine Initiative, zwei Referenden und zwei Petitionen lanciert, gesammelt und eingereicht. Und: Die GSoA lehnte den Antrag grossmehrheitlich ab, sich an der Initiative «Nein zum F-35» zu beteiligen.
Zum 46. Mal versammelten sich die Mitglieder der GSoA zu ihrer Vollversammlung im Restaurant Kreuz in Solothurn, wo die GSoA 1982 gegründet wurde. Die rund 100 anwesenden Mitglieder konnten auf das projektreiche Jahr der GSoA zurückblicken. «Eine Initiative und zwei Referenden, die seit unserer letzten Vollversammlung eingereicht wurden – das ist ein Grund zur Freude», erklärt der politische GSoA-Sekretär Joris Fricker. «Angesichts der Angriffe der Bürgerlichen auf den Zivildienst und der Bestrebungen, die Kriterien für den Export von Kriegsmaterial zu lockern, ist es wertvoll, sich so stark und schnell mobilisieren zu können.»
Die GSoA diskutierte auch über die Zukunft ihrer Projekte, wobei der Schwerpunkt auf der bevorstehenden Abstimmung über die Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes lag. Da Swissmem, die grösste Rüstungslobby, zum Zeitpunkt der Einreichung des Referendums in nationalen Zeitungen Inserate mit einer KI-Karikatur der GSoA schaltete, verspricht die Kampagne intensiv zu werden.
«Die gut besuchte GSoA-Vollversammlung zeigt: Unsere Positionen haben Rückhalt. Und sie wurden heute unterstrichen. Angesichts der vielen Unterschriften gegen den Aufrüstungswahn macht uns das Mut und Hoffnung», fügt Fricker hinzu.
Ein weiterer wichtiger Termin für die GSoA ist die Abstimmung über die Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass der Zivildienst eine Errungenschaft ist, die aus einem langjährigen Kampf unter anderem der GSoA hervorgegangen ist! «Es ist aktuell unverantwortlich, diesen wichtigen Dienst schwächen zu wollen, wo doch die Zivildienstleistenden Schlüsselbereiche unserer Gesellschaft unterstützen», erinnert Elia Gerber, politischer Sekretär der GSoA. Deshalb fand mittags eine Aktion zum Zivildienst statt, um dessen Bedeutung für die Gesellschaft zu unterstreichen. Fotos der Veranstaltungen finden Sie weiter unten im Dokument verlinkt.
Schliesslich erinnerten Mirjam Hostetmann, Präsidentin der JUSO, Magdalena Erni, Co-Präsidentin der Jungen Grünen und GSoA-Sekretär Rayyân Rehouma bei der Podiumsdiskussion zum Thema «Die Jugend gegen Aufrüstung und Militarisierung» an die Bedeutung von Antimilitarismus und Pazifismus in ihren jeweiligen Parteien und in der Jugend im Allgemeinen. Die Kämpfe gegen die Klimakrise und für die Gleichstellung sind untrennbar damit verbunden. «Der Austausch mit den linken und antimilitaristisch verankerten Jungparteien ist für die GSoA wichtig, unsere Inhalte und Werte sind nahezu deckungsgleich. Wir müssen unsere Synergien nutzen!», ergänzt Gerber.
Was die Resolution zur Unterstützung der Initiative «Nein zum F-35» betrifft, war eine grosse Mehrheit der Ansicht, dass diese kontraproduktiv sei. Die Resolution, wonach Beschaffungsprojekte in Zukunft dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden sollen, sowie die Resolution zur Unterstützung der Initiative für die Anerkennung Palästinas wurden angenommen.
Fotos der Veranstaltung finden Sie hier und alle verabschiedeten Resolutionen unter diesem Link.

