Einträge in Balkan

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FREIWILLIG AUFBAUEN
Aus dem Osten lernen
Krieg und Frieden | von Roland Brunner | 01.02.2000

Der Verein Österreichische Friedensdienste ÖFD organisiert seit 1993 freiwillige und unentgeltliche Friedensdienste, um am Aufbau einer internationalen zivilen Friedensarbeit mitzuwirken. Die Freiwilligen sind vor allem im ehemaligen Jugoslawien aktiv

Junge Österreicherinnen und Österreicher arbeiten 6 bis 14 Monate in Wiederaufbau-, Bildungs- und interethnischen Kulturprojekten, Friedens- und Menschenrechtsgruppen sowie in der Flüchtlingsbetreuung. Österreich hat damit schon viel von dem realisiert, was die GSoA in der Schweiz mit ihrer Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst fordert. Zudem gilt in Österreich ein 14-monatiger Friedensdienst bei Männern als Ersatz für den Zivildienst.

Kroatien: Zivilgesellschaft in einem uniformierten Land

Im äussersten ...

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EINE SAMMLUNG VON EHEMALIGEN
Hybrid-Kriege
Krieg und Frieden | von Lothar Baier | 01.02.2000

Wenn es ein Terrain gibt, auf dem das ausgehende 20. Jahrhundert etwas ganz Neuartiges hervorgebracht hat, dann ist es das Gebiet der Kriegsführung. Die jüngsten Kriege haben sich einen neuen Look zugelegt. Dem Geist der Zeit entsprechend, der die Rhetorik des Multiethnischen favorisiert, präsentieren sie sich in gewissermassen multi-polemologischen Hybridformen. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts war so etwas noch nicht gesehen worden. Was Russland in Tschetschenien vorführt, schrieb die «New York Times» am 16. Januar 2000, sind «stalinistische Schlachten, die mit amerikanischen Taktiken» geschlagen werden. Von einem Krieg, der stalinistisch und zugleich amerikanisch ist, wissen ...

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AUFBAUPROJEKT
Hintergründig
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.02.2000

Was kann man angesichts ethnischer Konflikte Sinnvolles tun? Die GSoA hat sich diese Frage früh gestellt - und Ende 1992 mit der Unterstützung des Pakrac-Projektes in Kroatien begonnen, ein Projekt, das sich um sozialen Wiederaufbau in einer kriegsgeschädigten Region bemühte. Während drei Jahren haben in Zusammenarbeit mit der Antikriegskampagne Kroatien (ARK) Hunderte von Freiwilligen an der Arbeit teilgenommen. Im Rückblick auf das Pakrac-Projekt liegt nun eine umfangreiche Auswertung vor, verfasst von Astrid Astolfi, Sozialwissenschaftlerin am Institut d’études sociales (IES) in Genf. Auf beinahe 300 Seiten schildert die Autorin historische Hintergründe, eine ausführliche ...

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UNTERSCHIEDLICHE POSITIONEN
Putin und der Pazifist
Krieg und Frieden | von Josef Lang | 01.02.2000

Vom pazifistischen Armeeabschaffer zum Verteidiger eines Kriegsherrn. Eine Auseinandersetzung mit den Stellungnahmen von Andreas Gross

«Putin wollte den Krieg» (Sergei Kowaljow, russischer Menschenrechtskämpfer, in: NZZ 29./30. Januar 2000)

«Und dann hat er jede unserer Fragen beantwortet, weit über die Zeit hinaus. Und in einer verbindlich engagierten, aber auch selbstkritischen und dialogischen Art, wie es für viele auch westliche Staatsmänner nicht üblich ist, und schon gar nicht für russische Politiker. "Ich habe in Putin tatsächlich einen anderen Menschen getroffen als den, der uns jeden Tag gezeichnet wird von Journalisten, die ihn noch nie getroffen haben ...

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ÜBERSICHT
Der NATO-Krieg gegen Serbien
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.01.2000

Mit der Abschaffung der Autonomie des Kosov@ (1989) startete Slobodan Milosevic einen serbisch-nationalistischen Kurs, der zur Unterdrückung des albanischen Mehrheitsvolkes durch die serbische Minderheit führte. Der gewaltlose Widerstand der Albaner fand keine Unterstützung vom Westen. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich die UCK, die mit Gewalt für die Unabhängigkeit des Kosov@ kämpfte.

Ende der neunzigerjahre begann die NATO sich einzuschalten und verlangte in den Verhandlungen von Rambouillet, die zuerst vielversprechend anfingen, die faktische Kapitulation Serbiens. Nach den gescheiterten Verhandlungen setzte die Nato auf die Bombardierung Serbiens.
Mit dem Argument, eine humanitäre Katastrophe im ...

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FLÜCHTLINGE SIND ARM ABER UNWILLKOMMEN, DIE ARMEE HILFT, UND WAS TAT DIE OSZE?
Armee-Soforthilfe
Krieg und Frieden | von Nico Lutz | 01.06.1999

Super-Pumas der Schweizer Armee leisten Hilfe im Norden Albaniens. Soforthilfe für die Armee oder für Flüchtlinge?

Auch die Schweizer Armee ist auf der „Baustelle des Friedens" in Albanien mit drei Helikoptern Marke „Superpuma" und rund 70 Personen im Einsatz. Kein Zweifel: Es ist sinnvoller, wenn Schweizer Militärhubschrauber im Norden Albaniens Hilfsgüter zu Flüchtlingslagern fliegen, als dass sie leer und zu Übungszwecken über der Schweiz kreisen.


Geld spielt bei der Armee keine Rolle
Kein Zweifel besteht aber auch darüber, dass es der Armee darum geht, sich mit sympathischen Aktionen in Szene zu setzen und ...

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FLÜCHTLINGE SIND ARM ABER UNWILLKOMMEN, DIE ARMEE HILFT, UND WAS TAT DIE OSZE?
Eine glatte Lüge
Krieg und Frieden | von Hans Hartmann | 01.06.1999

Angehörige der OSZE berichten: Die Überwachungs-Mission im Kosovo war von Anfang an als Vorwand für eine militärische Intervention geplant


Die „Wahrheit", so beklagen sich unsere von den immer gleichen Bomben- und Flüchtlingsbildern aus dem „Balkan" gelangweilten Massenmedien einhellig, sei das erste Opfer eines jeden Krieges. Das trifft in diesem Krieg in einer besonders perversen Weise zu: Milosevic wurde zum „neuen Hitler" und seine - zweifellos brutale - Kriegsführung gar zu einem „neuen Holocaust". Damit hat der Westen ein halbes Jahrhundert kritische Geschichtsschreibung dem rituellen Schlachtruf „Nie wieder Auschwitz" geopfert.


Alles Mögliche getan?
Doch so war die ...

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FLÜCHTLINGE SIND ARM ABER UNWILLKOMMEN, DIE ARMEE HILFT, UND WAS TAT DIE OSZE?
Abschreckung
Krieg und Frieden | von Marcel Hänggi | 01.06.1999

Der Nato-Krieg und die Massenvertreibungen haben den Kosovo-AlbanerInnen in der Schweiz eine Solidaritätswelle beschert. Politisch ist davon nichts zu merken


Im Juni 1998 folgten die Stadtzürcher Stimmberechtigten der SVP und lehnten einen bescheidenen Betrag der Stadt an ein Integrationsprojekt für Kosovo-AlbanerInnen ab. Damals hätte niemand gedacht, dass zehn Monate später die Glückskette ein Rekord-Sammelergebnis zugunsten von Flüchtlingen aus dem Kosovo erzielen würde. Viele SchweizerInnen verbanden mit dem Begriff „Kosovo-Albaner" bisher vor allem Kriminalität und Drogenhandel. Dass die albanische Bevölkerung im Kosovo seit Jahren unterdrückt wurde, nahm kaum jemand wahr ...

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AMNESTY INTERNATIONAL
Kolumne
Krieg und Frieden | von Alain Bovard | 01.06.1999

Wir schreiben 1999. Ein Dorf im Kosovo, in Europa. Ein Dorf wird von serbischen Truppen an einem Nachmittag Ende März umzingelt. Den albanischen BewohnerInnen wird mitgeteilt, dass sie in einer Stunde das Dorf zu verlassen hätten. Nachdem sich die Kolonne der Vertriebenen in Bewegung gesetzt hat, eröffnet ein Dutzend maskierter Männer das Feuer auf sie. Eine Mutter sieht ihren fünfzehnjährigen Sohn zusammenbrechen, ihr zweiter Sohn wird in die Schulter getroffen.
Diese Frau ist eine jener zahlreichen Flüchtlinge, die ihre Geschichte den Delegierten von Amnesty International erzählt haben. Sie lebt jetzt in einem ...

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NUR RECHTSNORMEN KÖNNEN POLITISCHE MACHT DOMESTIZIEREN
Legal, illegal, scheissegal?
Krieg und Frieden | von Ingeborg Maus, Ingrid Rusterholz | 01.06.1999

Wer das Völkerrecht relativiert, um den Nato-Angriff auf Jugoslawien zu rechtfertigen, erweist den Menschenrechten einen Bärendienst. Die Frankfurter Politologie-Professorin Ingeborg Maus antwortet auf die Fragen von Hans Hartmann.

Die Nato hat mit ihrem Angriff auf die Bundesrepublik Jugoslawien geltendes Völkerrecht verletzt. Dennoch halten viele diesen Krieg für gerecht, da er im Namen der Menschenrechte geführt wird. Völkerrecht ist für sie graue Theorie.
Ingeborg Maus: Der Main-Stream des öffentlichen Diskurses, der heute moralische Überlegungen an die Stelle des Rechts setzt, ist über die Funktion konkreter Rechtssysteme zu wenig informiert. Rechtsfragen sind keineswegs theoretischer Natur ...

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