Sie nennen es Sicherheit, was uns gefährdet. Wir nennen es Care, was uns rettet. Milliarden für Rüstung und nichts für Care-Arbeit? Nicht mit uns! NOEMI BUZZI
Nach Ansicht der rechtsbürgerlichen Kräfte hat Sicherheit vor allem einen militärischen Aspekt. Die Botschaft lautet: Durch Aufrüstung und massive Investitionen in den Rüstungssektor schützen wir das Land vor den Bedrohungen und Krisen unserer Zeit. Der «Feind» ist immer extern, jenseits der Grenzen, auf der Lauer. Doch diese Definition von Sicherheit ist eine Lüge.
Was ist mit struktureller Gewalt hierzulande? Was mit Armutsbetroffenheit und den Menschen, die jeden Tag um ihre Würde kämpfen müssen? Während die Regierung Milliarden in die Rüstungsindustrie pumpt, werden Bildung, Kultur, Gesundheit und Pflege systematisch ausgehungert. Unsere Vision von Sicherheit ist radikal anders. Sie beruht auf Solidarität, gegenseitiger Fürsorge und menschenwürdigen Lebensbedingungen. Echte Sicherheit entsteht nicht durch Waffen, sondern durch gute Bildung und zugängliche Gesundheitsversorgung.
Die Aufwertung der Care-Arbeit ist kein Kostenfaktor. Sie ist eine konkrete Investition in die Sicherheit aller Menschen. Aus diesem Grund haben mehrere feministische Kollektive beschlossen, nächstes Jahr am 14. Juni 2027 einen grossen Streik zum Thema Care-Arbeit zu organisieren. Denn ohne Care-Arbeit würde unsere Gesellschaft stillstehen.
