Liebe Leser*innen
Mehrkosten von 1.3 Milliarden Franken (mindestens) für den F-35 Kampfflieger. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Was haben wir Unterschriften gesammelt, gewarnt, appelliert, aufgeschrien: Wir haben gegen eine Wand gesprochen. Die Wand hiess damals Viola Amherd und Konsorten. Ebendiese F-35-Turbos haben sich allesamt im vergangenen Jahr aus dem Staub gemacht. Zufall? Wohl kaum. Mit dem F-35-Kauf befinden wir uns in einem politischen und finanziellen Blindflug. Die einzig vernünftige und ehrliche Lösung, das sagen wir seit Anbeginn, ist ein sofortiger Abbruch der Übung.
Damit herzlich willkommen zur GSoA-Zitig Nr. 203.
Wir widmen uns gleich auf dieser Seite (2) ebendiesem F-35-Debakel und unserer breit getragenen Stop F-35-Petition. Apropos Fehlbeschaffung: Die israelische Elbit-Drohne ist ein ähnlich grosser Flop. Hier haben wir uns in den letzten Monaten konkret engagiert. Mit einer Klage versuchen wir nämlich, diesen Kaufvertrag für nichtig erklären zu lassen (Seite 7). Wir klagen aber nicht nur gegen Mordmaschinen, wir klagen auch über die Weltlage: In den USA wird das Militär auf die eigene Bevölkerung gejagt (Seite 7), die Rüstungsausgaben und Investitionen in Atomwaffen steigen weiter (Seite 5) und in knapp einem Monat erwarten uns wohl zwei wegweisende Referendumskampagnen (Seite 2).
Zum guten Glück haben wir noch immer (Spät-)Sommer und wir können beim Unterschriften sammeln Dampf ablassen (Fotogalerie, Seite 2) oder uns mit Büchertipps eindecken (Seite 4 & Seite 8).
Ich wünsche eine gute Lektüre und freue mich auf den gemeinsamen Einsatz bei unseren diversen anstehenden Projekten!
Joris Fricker
für das Redaktionsteam
