Frauen, Militarisierung und Waffengewalt

An ihrer letzten Generalversammlung nahm die GSoA die Resolution «Frauen, Militarisierung und Waffengewalt» an. Dies geschah vor dem Hintergrund politischer Bestrebungen auf Bundesebene, den Frauenanteil in der Armee zu erhöhen, insbesondere mit der Einführung eines obligatorischen Informationstages und Debatten über die eventuelle Erweiterung der Dienstpflicht. Angesichts dieser Entwicklungen war es für die GSoA unabdingbar, ihren feministischen Antimilitarismus zu bekräftigen. PAULINE SCHNEIDER

Die Resolution erinnert daran, dass die Förderung der Gleichstellung nicht durch die Integration von mehr Frauen in eine militarisierte Institution erreicht werden kann. Die Armee beruht auf einer Logik der Hierarchie und der Legitimierung der Gewalt und bleibt weiterhin von einer patriarchalen Kultur geprägt, in der Diskriminierungen und sexistische Gewalt auf der Tagesordnung stehen. Vor diesem Hintergrund wird die Integration der Frauen in die Armee als Fortschritt für die Gleichberechtigung gepriesen, während in Wirklichkeit feministische Kämpfe für die Stärkung der Armee instrumentalisiert werden.

Unser Text betont ebenfalls, dass Sicherheit nicht dank mehr Waffen, sondern durch soziale Gerechtigkeit, internationale Zusammenarbeit und Konfliktprävention entsteht. Während Militärbudgets erhöht werden, kommen andere essenzielle Bereiche wie Gesundheit, Bildung und internationale Zusammenarbeit finanziell unter Druck. Diese politische Ausrichtung stärkt die Ungleichheiten in der Gesellschaft und geht zulasten der Frauen, die oft in diesen Bereichen die grösste Verantwortung tragen.

Schliesslich erinnert die Resolution auch daran, dass Frauen durch Vertreibungen, sexuelle Gewalt, die Ernährungslage und Verletzungen der Menschenrechte von bewaffneten Konflikten überproportional betroffen sind. Vor diesem Hintergrund ist die Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes besonders Besorgnis erregend, da sie indirekt noch mehr Gewalt gegen Frauen auslösen könnte.

Mit der Annahme dieser Resolution durch die Vollversammlung setzt die GSoA ein starkes politisches Signal. Die Resolution erklärt, dass echte feministische Sicherheit mit Abrüstung, sozialer Gerechtigkeit und echter Gleichstellung gleichzusetzen ist – nicht mit weiterer Militarisierung. Sie betont auch unseren Standpunkt, dass feministische Kämpfe nicht der Legitimierung der Armee dienen dürfen, sondern den Aufbau von pazifistischen, solidarischen Alternativen ermöglichen müssen.

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