Neuer Angriff auf den Zivildienst: Der Bundesrat bekräftigt seine Absichten

24.06.2026 Die GSoA hatte bereits darauf hingewiesen, dass die am 14. Juni hauchdünn verabschiedete Revision des Zivildienstgesetzes nur ein erster Schritt sei. Die Ankündigung des Bundesrats, den Zivildienst und den Zivilschutz zusammenlegen zu wollen, bestätigt nun die Absicht, die schrittweise Abschaffung des Zivildienstes fortzusetzen – ungeachtet seiner wesentlichen Rolle für die Gesellschaft.

Kaum ist die Revision des Zivildienstgesetzes verabschiedet, bereitet der Bundesrat bereits neue Einschränkungen vor. „Wir hatten deutlich gewarnt, dass die Abstimmung vom 14. Juni nur ein erster Schritt hin zu einem umfassenderen Abbau des Zivildienstes sei. Dass der Bundesrat keine zwei Wochen später trotz des knappen Abstimmungsresultates am Zivildienst sägt, ist mehr als bedenklich“, erklärt Joris Fricker, politischer Sekretär der GSoA.

Der Zivildienst wurde geschaffen, um Menschen, die den Militärdienst nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, die Möglichkeit zu geben, eine staatlich anerkannte Dienstform zu leisten. Die Zusammenlegung mit dem Zivilschutz entspricht nicht dem Ursprungscharakter des Zivildienstes und dampft die beiden zivilen Alternativen ein, zugunsten einer schon heute überdimensionierten Armee. „Diese historische Errungenschaft in Frage zu stellen, ist ein Affront gegenüber all den Zivis, die seit Jahrzehnten einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft leisten“, meint Joris Fricker und ergänzt: “Auf jeden Fall ist ihr Dienst einiges wichtiger als jener an der Waffe.” Die GSoA kritisiert diese neue Offensive scharf und wird sich weiterhin gegen jede Massnahme wehren, die darauf abzielt, den Zivildienst zu schwächen oder abzuschaffen. Die GSoA ist bereit, diesen gefährlichen Vorschlag an der Urne zu bekämpfen.

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