Ostermarsch Rückblick

«Eine gewaltfreie Gesellschaft – das ist keine naive Utopie»

Israel und die USA bombardieren den Iran, die EU rüstet auf und auch die Schweiz hat Lust auf mehr Waffen und Armee: Anstatt soziale und ökologische Sicherheit zu stärken, lockert das Parlament das Kriegsmaterialgesetz, schwächt den Zivildienst und spricht Milliarden-Budgets für die Schweizer Rüstungsindustrie. Doch diese nicht sehr erquickenden Entwicklungen hinderten uns nicht daran, gemeinsam am Ostermontag auf die Strasse zu gehen. Im Gegenteil: Der Ostermarsch 2026 war ein voller Erfolg! Über 1200 Menschen haben sich im Eichholz eingefunden, um sich gegen die zunehmende Militarisierung einzusetzen. «Eine gewaltfreie Gesellschaft – das ist keine naive Utopie», meinte Virginia Köpfli, die Präsidentin der feministischen Friedensorganisation Frieda. Mit diesen bestärkenden Worten machten wir uns auf den Weg Richtung Münsterplatz. Das Wetter war auf unserer Seite – wie so oft. Sheldon Masseraz, Co-Präsident der Jungen Grünen machte aufmerksam auf die falsche Prioritätensetzung im Parlament: «[Es] zählt nur eines: Die Stärkung einer Armee, die ohnehin schon überbesetzt ist.» Auf dem Münsterplatz gab es Suppe, Samosa, Musik, Spielgelegenheit für Kinder und weitere Reden. Mandy Abou Shoak, Aktivistin bei Brava, fand in ihrer Rede die richtigen Worte. Sie kritisierte ein Sicherheitskonzept, das sich auf die bewaffnete Verteidigung konzentriert und schloss mit den Worten: «Ich bin überzeugt: Nur Frieden schafft echte Sicherheit.» In diesem Sinne freuen wir uns auf den Ostermarsch 2027 – gerne wieder zahlreich.

, ,