«Es war in den späten 70iger Jahren, als die Frauen für den Frieden ein Begriff wurden in Zürich. Marga Bührig, das Boldernhaus, wir – ein paar wenige – begannen uns zu treffen, zu debattieren, über unsere Ängste und unsere Sehnsucht nach Sicherheit. Der NATO-Doppelbeschluss, der Wahnsinn der Rüstung, Wahnsinn in Bezug auf Kosten, Wahnsinn in Bezug auf Männlichkeit, die Ideologie des Patriarchats. Die Gesamtverteidigungsideologie, konkret auch die Seethaler Besetzung in Zürich 1979, verlangten Klarheit: ich erinnere mich an unser Transparent: «auch unsere Waffen töten», das ich, damals eine junge Frau, in der Hand hielt und dafür von gestandenen Männern (denen ich später in der Politik wieder begegnet bin) nach Hause geschickt wurde um Rösti zu kochen.»
Dies war ein Schlüsselmoment für Monika Stocker, der Grünen-Politikerin, aktiv im National- und vor allem im Stadtrat von Zürich. Sie ist auch Mitbegründerin der Frauen für den Frieden Schweiz, für die sie seit 2016 vierteljährlich eine Kolumne für deren Zeitschrift «Frauenstimme» schreibt. Diese Reflexionen sind nun als schön gestaltetes Buch zu haben. Die Beiträge richten sich nach den vorgegebenen Themen der Zeitschrift, sind also sehr vielfältig. Sie sind manchmal wütend, aber auch lyrisch, witzig oder fast resigniert. Aber immer wieder beharren sie darauf, dass wir zwar nicht allmächtig, aber auch nicht ohnmächtig sind: Es geht auch anders. Das Buch ist also auch jetzt noch aktuell, macht Frauen sichtbar und weist auf die Bedeutung der Friedensbewegung hin. Es kann bestellt werden auf dem Sekretariat der Frauen für den Frieden Schweiz. Adresse: Oberwilerstrasse 50, 4054 Basel, Email: sekretariat@frauenfuerdenfrieden.ch ,Preis: 25 Franken plus Porto. Mit Zeichnungen von Vroni Grütter.
Das Buch von Monika Stocker mit Zeichnungen von Vroni Grütter ist zu bestellen bei: Frauen für den Frieden Schweiz, Oberwilerstrasse 50, 4054 Basel, Mail: sekretariat@frauenfuerdenfrieden.ch ,Preis: 25 Franken plus Porto.

