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Zahlen zur Armee

Die Schweiz hat im Verhältnis zur Grösse des Landes eine riesige Armee.

In einer Studie stellte der deutsche Rüstungsexperte Lutz Unterseher anfangs 2004 eine Übersicht der Luftwaffen auf (siehe Tabelle). Dabei zeigt sich, dass die Schweiz - für die notabene nur die 30 F/A-18 Kampfflugzeuge gerechnet wurden - ein Mehrfaches an Flugzeugen pro Fläche hat wie vergleichbare Länder.

Zu deckender Raum pro Flugzeug (in Quadratkilometern)

Deutschland3'570
Finnland5'280
Österreich4'660
Schweden3'450
Schweiz1'370

Über 100 Milliarden seit 1989

Seit dem Ende des Kalten Krieges 1989 wendete die Schweiz über 100 Milliarden Franken für die Landesverteidigung auf. Das ist ganz schön viel Geld, wenn man bedenkt, was damit erreicht wird. Denn selbst die Nebeneffekte, etwa die Wirtschaftsförderung für Schweizer Unternehmen sind bescheiden: Die RUAG, schweizerische Rüstungsunternehmung Nummer eins, hat in dieser Zeit massiv Stellen abgebaut, andere Zulieferbetriebe der Armee sind ganz eingegangen.

o Landesgärtner

o Gibt es gar nicht (ausgestorben)

o Zivildienstler

Im Jahr 2002 gab der Bund 4.8 Mia Franken für die Armee aus. Und das sind noch lange nicht die gesamten Kosten. Das VBS selber hat ausgerechnet: Für die Landesverteidigung gibt der Bund zusätzlich rund eine Milliarde aus, die in anderen Sachgruppen der Finanzrechnung auftauchen (Versicherungen, besondere Rentenleistungen, etc...), zusätzlich kostet die Landesverteidigung die Gemeinden und Kantone rund 400 Millionen Franken, weitere rund 2,5 Milliarden betragen die extrabudgetären Kosten (Arbeitsausfälle). Insgesamt kostete die Landesverteidigung im Jahr 2002 volkswirtschaftlich betrachtet also 9 Milliarden Franken.

57% der Bevölkerung für Einsparungen

Bei weitem nicht nur PazifistInnen und ArmeegegnerInnen denken, die Armee verschlinge zu viel Geld. Laut einer Umfrage des «Beobachters» (17/2003) würden 57.4 % der Befragten bei den Bundesausgaben am ehesten bei der Landesverteidigung sparen.. Damit liegt das Militär mit grossem Abstand an der Spitze. Erst mit einigem Abstand folgt der Bereich Strassenbau (37.1 %).

Erstaunlicherweise würden auch bürgerliche WählerInnen gerne bei der Armee die Kosten weiter reduzieren. So würden sowohl CVP- als auch FDP-WählerInnen an erster Stelle bei der Landesverteidigung streichen. Das Parlament versucht, an allen Ecken und Enden zu sparen. Für wichtige Aufgaben im Sozialwesen oder bei der Entwicklungshilfe muss um jeden Franken gestritten werden. Doch obwohl die Schweiz im Vergleich schon eine grosse Luftwaffe hat, sollen für Milliarden von Franken noch mehr Kampfflugzeuge gekauft werden...


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© GSoA, 26.6.2004/dbu