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GSoA Zeitung Februar 2004
Kampfflugzeuge, WEF 2004, Krieg gegen Terror ohne Ende?
GSoA - Zeitung Februar 2004

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Fit für die nächsten GSoA-Jahre

Leserbrief

Jahresrechnung 2003

www.gsoa.ch und www.keinrkeig.ch

20. März - Ein Tag für die GSoA

Gegen innere Einsätze und neue Flieger

Zivile Lösungen im Irak

Clusterbomben und Enthauptungsschläge

Mitläufer oder Mitdenkende

Drei Fragen an Jugend gegen Krieg Bern

GSoA bewegt

Bananensplitterzone

Heimspiel für die Armee

Armee XXI Feier

Ein Geheimnis weniger

Begeisterungswelle am WEF

Gewalt stärkt Repression

Neuse Spielzeug...

Bundesrat spart am Volk vorbei


Terrorismus - Tatsache oder Einbildung?

Friedenspolitik ist unvermeidbar

Jüdische Stimme

Wirksamer Protest

Solidarität mit Palästina

Service Civil International

Kosov@: Befreit oder blockiert?

Anleitung für eine andere Welt

Dem Rad in die Speichen fallen

Krieg - ein Versuch der Beschreibung

Regionalgruppen

 
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Bananensplitterzone

«Hier spricht XXXXX vom Meinungsforschungsinstitut Isopublic. Ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen zum Thema Sicherheit stellen». Normalerweise mache ich mit solchen abendlichen Anrufen kurzen Prozess. Beim Stichwort «Sicherheit» wurde ich aber hellhörig und beschloss, mir den Fragekatalog zumindest einmal anzuhören. Und interessant war's allemal, was da so gefragt wurde - vor allem, als sich nach dem Interview herausstellte, dass die Umfrage im Auftrag des Bundes durchgeführt wurde.

Antworten durfte man mit «sehr einverstanden», «eher einverstanden», «eher nicht einverstanden», «gar nicht einverstanden» zum Beispiel auf die folgenden Fragen:

  • Trägt die Schweizer Armee zu ihrem Sicherheitsgefühl bei?
  • Sind Sie einverstanden, dass Schweizer Soldaten im Ausland an Kampfhandlungen teilnehmen?
  • Sind Sie einverstanden, dass Schweizer Soldaten vermehrt so genannte subsidiäre Einsätze zur Entlastung der Polizei durchführen?
  • Soll die Schweizer Armee sich von einer Milizarmee zu einer Berufsarmee umwandeln?

Die wichtigste Frage aber - diejenige, ob die Schweizer Armee abgeschafft werden solle - hatten die Gestalter des Fragebogens aber «vergessen». Und nicht nur das: Zahlreiche Fragen, die mein persönliches Sicherheitsgefühl zentral betreffen, waren im Fragebogen unberücksichtigt geblieben. Zum Beispiel die folgenden:

  • Finden Sie, dass das konservative Quartett im Bundesrat eine Gefahr für die traditionellen Werte der Schweiz (Solidarität, Toleranz, etc.) darstellt?
  • Finden Sie, dass eine Armee, die auf Arbeitssuche die Trennung zwischen dem Gewaltmonopol der Polizei und demjenigen der Armee verwischt, eine staatspolitische Gefahr darstellt?
  • Finden Sie, dass 250 Kommunikationsbeauftrage im VBS zu mehr Sicherheit beitragen?
  • Finden Sie, dass Samuel Schmids Schnurrbart eine ästhetische Gefahr für unser Land darstellt?

Stefan Luzi


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