Die Kriegsmaterialexporte an Orbáns Ungarn sind um 5’070 Prozent gestiegen!

Die Zahlen zu den Waffenexporten für die ersten drei Quartale des Jahres 2025 wurden heute veröffentlicht. Entgegen den Befürchtungen der Rüstungslobby sind die Zahlen im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2024 gestiegen. 

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 stiegen die Kriegsmaterialexporte um 35.82 Prozent, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ungarn ist mit einem Anstieg von über 5’070 Prozent gegenüber 2024 der grosse Gewinner. Das Land, das unter der Präsidentschaft von Viktor Orbán zur Avantgarde des europäischen Rechtsextremismus wurde, ist damit der drittgrösste Abnehmer von Waffen aus der Schweiz. 

Die Schweizer Waffenexporte sind auch insgesamt gestiegen, beispielsweise in die USA unter Trump (+70 %), nach Katar (+139 %), nach Deutschland (+65 %) oder nach Saudi-Arabien (+6 %). Der Gesamtbetrag beläuft sich auf 632 Millionen Franken, gegenüber 465 Millionen im Jahr 2024. «Diese Zahlen zeigen uns, dass die Rüstungsindustrie offenbar in bester Verfassung ist und voll und ganz von der weltweiten Aufrüstung profitiert», stellt Joris Fricker, politischer Sekretär der GSoA, fest.

Die Zahlen widerlegen den angeblichen “Untergang” der Schweizer Rüstungsindustrie. Trotzdem verwenden die Bürgerlichen diesen als Vorwand, um die Exportkontrolle bei Rüstungsgütern abzuschaffen. «Hinter diesen alarmistischen Äusserungen verbirgt sich das Ziel, die Errungenschaften der Korrektur-Initiative zunichte zu machen und Waffenexporte in kriegführende Länder wieder zuzulassen», fügt Joris Fricker hinzu.

Zusammen mit anderen Organisationen ist die GSoA bereit, das Referendum gegen die geplante Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes zu lancieren. Eine Industrie, die mit dem Tod von Menschen Profit in Milliardenhöhe macht, braucht keine zusätzlichen Privilegien. 

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