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NEUE INITIATIVEN Solidarität
statt Soldaten
Die Schweiz ist umgeben von Freunden. Krieg gegen benachbarte Nato-Staaten zu führen ist undenkbar. Das hat langsam auch die Armee begriffen. An die Fähigkeit zur autonomen Landesverteidigung glaubt nur noch der Samichlaus (und Blocher). Heute geht es vielmehr um die Frage: Welchen Beitrag soll die Schweiz zu einer internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik leisten. Die GSoA hat darauf eine klare Antwort gegeben. Am 10. September 1999 haben wir zwei Initiativen eingereicht: "Solidarität schafft Sicherheit: Für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst" und "Für eine glaubwürdige Sicherheitspolitik und eine Schweiz ohne Armee". Was wir damit erreichen wollen? Eben, eine glaubwürdige Sicherheits- und Friedenspolitik. Und dazu brauchen wir die Armee nicht mehr! Der Armee sind die Feinde ausgegangen Die Armee sagt, die militärischen Risiken
hätten abgenommen, die Bedrohungen
seien aber zahlreicher geworden. Darum
brauche es die Armee umso dringender.
Und wozu denn bitte? Als Katastrophenhelferin
zum Beispiel hat die Armee als
teuerstes und ineffizientestes Hilfswerk
einen Eintrag ins Guinnessbuch der
Rekorde verdient. Ist es etwa sinnvoll,
wenn ein Soldat, der im zivilen Leben
Zahnarzt ist, nach einem Unwetter in Brig
Schutt schaufelt, während im Unterwallis
Bauarbeiter arbeitslos auf der Strasse
stehen? Für den Schutz von grossen
Konferenzen haben die kantonalen
Polizeikorps ein spezielles Abkommen zur
gegenseitigen Unterstützung unterzeichnet.
Die Armee braucht es auch dort nicht.
Einen solidarischen Beitrag zur Lösung der
Konflikte auf dieser Welt leistet die Armee
schon gar nicht. Kein europäisches Land
gibt so viel Geld für die Armee und so
wenig für Entwicklungszusammenarbeit
aus wie die Schweiz. Der Einsatz der
Schweizer Armee in Kosova war vor allem
Soforthilfe für die Armee und nicht
Soforthilfe für notleidende Menschen. Für
die Aktion wurden 50 Millionen Franken
budgetiert. Das Schweizerische Katastrophenhilfekorps,
das die zivilen Arbeiten
der Armee auch hätte ausführen können,
hat 1998 mit der Hälfte dieses Geldes –
28 Millionen Franken – 270 Einsätze in
über 40 Ländern geleistet.
Und: Wenn die Armee nur noch solche Aufgaben übernehmen will: Warum in aller Welt braucht sie dann F/A-18-Flieger und bessere Geschütze? "Man weiss ja nie", ist die einzige Antwort der Militärs. Einverstanden. Man weiss nie. Aber sich mit der Armee für diesen "Man-weiss-ja-nie"- Fall zu rüsten ist, wie wenn wir Atomkraftwerke bauen würden, um zu verhindern, dass bei einem Erdbeben der Strom ausgeht. Gerade weil man nie weiss, können wir uns das Risiko Armee nicht leisten. Was wir brauchen, sind Fähigkeiten, mit Konflikten – die es zweifellos auch in Zukunft geben wird – ohne Sturmgewehr umzugehen. Ein freiwilliger Ziviler Friedensdienst ist ein guter Anfang. Auch billiger ist nicht sinnvollerDie Armeeführung sagt, sie habe gespart in den letzen Jahren. Aber noch immer steht die Schweiz mit Gesamtverteidigungskosten von jährlich 1400 Franken pro EinwohnerIn unangefochten an der europäischen Spitze. Und: Selbst wenn etwas billiger wird, ist es noch lange nicht sinnvoll. Auch wenn die Armee 1999 200 Millionen gespart hat, ist das noch keine Begründung, 5162 Millionen zu verschleudern. Machst du mit?Die Schweizer Armee wollte an der Basler Mustermesse 5 Millionen Franken ausgeben, um glaubhaft zu machen, dass es sie noch braucht. Die GSoA hat keine Millionen. Aber dafür viele engagierte Menschen, die sich für GSoA-Anliegen einsetzen. Machst du auch mit? Mit dem Talon auf der letzten Seite kannst du GSoA-Material bestellen und/oder Kontakt zu uns aufnehmen.
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