Die GSoA fordert ein Verbot von Kriegsmaterialexporten, denn Waffen sind kein Produkt wie jedes andere. Sie werden hergestellt, um Menschen zu töten und zu verletzen – möglichst viele, möglichst effizient. Auch die vermeintlich neutrale Schweiz mischt noch immer kräftig in diesem dreckigen Geschäft mit.
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Die Schweiz an der Waffenmesse DSEi 2009
Alle zwei Jahre treffen sich im September Tausende von Kriegsmaterialhändlern in London an der «Defence and Security Equipment International (DSEi)». Die DSEi ist eine der grössten Waffenmessen der Welt. Die britische Regierung hat in diesem Jahr Staaten wie Angola, Kolumbien, China, den Irak, Pakistan und Saudi Arabien zu diesem todbringenden Spektakel eingeladen. Einige dieser Länder…
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«Um für Hitlers Krieg zu arbeiten, dazu habe ich nicht Maschinenschlosser gelernt.»
Ralf Winkler, geboren am 27. April 1915, stand Zeit seines Lebens für den Frieden ein. Er sammelte unermüdlich Unterschriften für die GSoA und hinterliess Dutzende Zeitzeugendokumente. Am 31. Juli 2009, ist Ralf Winkler gestorben. Ralf Winkler verbrachte seine Jugend in Nancy. In Frankreich erhielt er eindrücklichen Anschauungsunterricht, «zu was es führt, wenn starke Armeen den…
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Nein zum Geschäft mit dem Tod
Was hat uns der Bundesrat nach den vielen Waffenausfuhr-Skandalen der letzten zwei Jahrzehnte immer wieder versprochen. Eine restriktivere Handhabung der Ausfuhrpraxis und die strikte Beachtung wichtiger Kriterien: Keine Exporte in Konfliktgebiete und keine Exporte an Länder, in denen die Menschenrechte grob missachtet werden. Doch die Realität sieht anders aus. Trotz aller politischen Beteuerungen der Landesregierung…
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Bestehende Arbeitsplätze sichern, neue schaffen!
Was haben die Ausfuhr von Kriegsmaterial und die Herstellung von Holzfenstern gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch obwohl die Rüstungslobby allgegenwärtig ist, während von der ehrbaren Holzfenster-Lobby kaum etwas zu vernehmen ist: Beide Branchen sind wirtschaftlich gleich bedeutend. Kriegsmaterial-Exporte tragen knapp 0.1 Prozent zur schweizerischen Wertschöpfung bei. Gemäss einer Studie von BAK Basel…
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Jetzt braucht es Frauen, die sich für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten einsetzen!
Ende August dieses Jahres wurde in Zürich das Komitee «Frauen für ein Waffenausfuhrverbot » gegründet. Das Komitee setzt sich zum Ziel, der Initiative für ein Waffenausfuhrverbot zum Durchbruch zu verhelfen. Als Erstunterzeichnerinnen konnten folgende Frauen gewonnen werden: Rosmarie Dormann, a. Nationalrätin und Präsidentin der Bethlehem Mission Immensee Dr. med. Yvonne Gilli, Fachärztin für Hausarztmedizin, Nationalrätin…
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Business as usual
Nachdem sich der Bundesrat aufgrund der zahlreichen Skandale im Zusammenhang mit den Exporten von Pilatus-Flugzeugen gezwungen sah, eine Verschärfung des Bewilligungsregimes vorzuschlagen, beriet in der Herbstsession der Ständerat über die Vorlage. Resultat: Business as usual – Profit ist wichtiger als Menschenleben. «Trainingsflugzeuge» der Stanser Pilatuswerke werden regelmässig in Kampfhandlungen eingesetzt (in Burma, in Guatemala, im…
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Song und Videoclip gegen Waffenexporte
Evelinn Trouble hat «Warface» speziell für den Abstimmungskampf gegen Kriegsmaterial-Exporte komponiert und getextet. «Es war mir ein Anliegen, das Geschäft mit dem Krieg musikalisch zu thematisieren, denn die Schweiz mischt da schon lange mit», begründet die 20-jährige Zürcher Künstlerin ihr Engagement gegenüber der GSoA-Zeitung. Benjamin Weiss, der Regisseur des Videoclips, war vom Drehort begeistert: «Die…
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Wenn der Bundesrat mit dem Gesetz in Konflikt kommt
Gemäss der neuen Kriegsmaterialverordnung dürfte die Rüstungsindustrie keine Länder mehr beliefern, die in bewaffnete Konflikte verwickelt sind. Sie tut es aber trotzdem. Nun prangern mehr als 60 RechtsprofessorInnen die Behörden an. Es braucht einiges, bis sich die akademische Welt gegen den Bundesrat stellt. Die Bewilligungspraxis für Kriegsmaterial steht aber in so eklatantem Widerspruch zur geltenden…
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So stoppen wir das Geschäft mit dem Krieg
Noch bleibt etwas Zeit bis zur Abstimmung vom 29. November. Jetzt kommt es auf das Engagement jedes und jeder Einzelnen an. Glaubwürdigkeits-Vorteil Die Rüstungslobby mag uns finanziell überlegen sein und kann die ganze Schweiz mit Plakaten überziehen. Doch dass sich bei uns alle aus eigener Überzeugung statt aus Karrie – regründen engagieren, hat auch einen…
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Schweizer Munition in Afghanistan
Ein deutscher Ingenieur und Publizist beschreibt, wie Schweizer Waffenfirmen Munition für den Afghanistan-Krieg optimieren. Der in der Zeitschrift «Europäische Sicherheit » publizierte Artikel befasst sich mit einem Paradigmenwechsel in der deutschen Wehrpolitik. Es sei nun vor allem «wirkungsoptimierte, intelligente und pro gra m mierbare Munition» gefragt, um der «asym etrischen Bedrohung» Rechnung zu tragen, die…
