GSoA-Zeitung Nr. 204

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  • Was ist gefährlicher: Desinformation oder die Angst davor?

    Eine Desinformationskampagne muss niemanden von Falschinformationen überzeugen, um erfolgreich zu sein. Fehlgeleitete Gegenmassnahmen oder weit verbreitete Befürchtungen, andere Menschen wären desinformiert, sind genauso gefährlich für eine Demokratie. Das Ziel von Desinformationskampagnen ist nicht primär das Verbreiten von Unwahrheiten, sondern das Erreichen eines politischen, oft geopolitischen Ziels. Wenn die Kampagne erfolgreich Unwahrheiten verbreitet, dann ist das…

  • Komplizenschaft und Bürgerpflicht

    Seit 2015 hat der Bund einen Vertrag mit Elbit Systems Ltd., dem führenden israelischen Rüstungskonzern, abgeschlossen. Für 250 Millionen Franken sollen sechs Aufklärungsdrohnen beschafft werden. Damit unterstützt die Schweiz den in Gaza verübten Völkermord. Ein Überblick über das laufende Verfahren zur Anfechtung des Vertrags. Zu Beginn des Sommers reichte die GSoA gemeinsam mit der LSDH…

  • Digitale Propaganda: Wie das Militär soziale Medien ausnutzt

    Seit mehreren Jahren ist die Schweizer Armee auf verschiedenen Social-Media-Plattformen präsent. Erst ab 2023 ist es allen Dienstleistenden offiziell erlaubt, Fotos und Videos in den sozialen Medien zu teilen. Vor einigen Monaten wurden im Rahmen der Aktion «Ein Tag in der Armee» vier Content Creator eingeladen, vollständig in den Alltag des Militärs einzutauchen. Es ist…

  • Die Gründe der Wut

    Marvin, Camila, Michael, Nzoy, Mike, Lamine, Hervé: Seit Jahren häufen sich die Namen von Menschen, die bei Polizeieinsätzen im Kanton Waadt ihr Leben verloren haben. Trotzdem ist man weiterhin kaum dazu bereit, die Polizei und die Justiz zu hinterfragen. Ende Sommer 2025 lösten der Tod von Marvin und die Enthüllungen über rassistische Äusserungen in Chatgruppen…

  • «Brutale Nachbarn» von José Brunner

    Wie Emotionen den Nahostkonflikt antreiben – und entschärfen können. Eine Buchrezension von Noëmi Holtz Keine der unzähligen Lösungsversuche in Westasien gelangen. Der Frage “weshalb” geht José Brunner in seinem Buch «brutale Nachbarn» nach.  Es wird verständlich, warum diese nicht gelingen konnten und welche emotionalen Grundlagen nötig sind, damit eine Perspektive entstehen kann. Die notwendige Voraussetzung…

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