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Edito
Liebe Leser*innen Ich gebe es zu: Ich bin kein Zahlenmensch. Aber wenn die Rüstungslobby vom eigenen «Untergang» spricht und schon alleine die Schweizer Rheinmetall-Töchter letztes Jahr Exportbewilligungen im Wert von über 1.5 Milliarden Franken eingeholt haben, dann haben die Rüstungskonzerne unser Mitleid nicht verdient. Vielmehr verdienen es jene, die durch Schweizer Waf fen täglich getötet…
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Mit Kanonen auf Spatzen schiessen
Dem militärisch-industriellen Komplex geht es nicht um Sicherheit, sondern ums Geschäft. Deshalb bevorzugt er superteure Waffensysteme, auch wenn sie untauglich sind. Nach der russischen Drohnen-Attacke gegen Polen und den Abwehr-Reaktionen der polnischen und niederländischen Kampfjets zog das Echo der Zeit von Radio SRF folgendes Fazit: «Es wurde mit Kanonen auf Spatzen geschossen und das Gros…

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Lasst das Uran im Boden
Die Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki durch zwei Atombomben der USA vor 80 Jahren machte die zerstörerische Kraft von Atomwaffen deutlich. Heute verschärfen die aktuellen geopolitischen Spannungen und Drohgebärden von Machthabern wie Trump und Putin die atomare Gefahr wieder massiv. Voices (ehemals Gesellschaft für bedrohte Völker) will deshalb als Teil der Träger-Allianz hinter der Atomwaffenverbotsinitiative…
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Die Welt ächtet Atomwaffen – die Schweiz schaut (noch) weg
Die Schweiz steht beim Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) im Abseits. Obwohl National- und Ständerat den Bundesrat bereits mehrfach zum Beitritt aufgefordert haben, weigert sich dieser nach wie vor, den Vertrag zu unterzeichnen. Ein Gastartikel von Florian Eblenkamp, Advocacy Officer von ICAN Offiziell verweist der Bundesrat auf sicherheitspolitische Bedenken seit Beginn des Kriegs in der Ukraine. Doch diese…
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Menschen sind kein Kriegsmaterial
Wir leben in einer Zeit, in der der Eindruck vermittelt wird, dass es nur noch einen Weg gibt, unsere Sicherheit zu gewährleisten: Aufrüsten! Investitionen in Kriegsgerät erreichen Rekordwerte. Nur – wären die Menschen auch tatsächlich bereit, in den Krieg zu ziehen und ihr Leben aufs Spiel zu setzen? Wer den Diskurs vieler europäischer Regierungen verfolgt,…
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Was ist gefährlicher: Desinformation oder die Angst davor?
Eine Desinformationskampagne muss niemanden von Falschinformationen überzeugen, um erfolgreich zu sein. Fehlgeleitete Gegenmassnahmen oder weit verbreitete Befürchtungen, andere Menschen wären desinformiert, sind genauso gefährlich für eine Demokratie. Das Ziel von Desinformationskampagnen ist nicht primär das Verbreiten von Unwahrheiten, sondern das Erreichen eines politischen, oft geopolitischen Ziels. Wenn die Kampagne erfolgreich Unwahrheiten verbreitet, dann ist das…
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Komplizenschaft und Bürgerpflicht
Seit 2015 hat der Bund einen Vertrag mit Elbit Systems Ltd., dem führenden israelischen Rüstungskonzern, abgeschlossen. Für 250 Millionen Franken sollen sechs Aufklärungsdrohnen beschafft werden. Damit unterstützt die Schweiz den in Gaza verübten Völkermord. Ein Überblick über das laufende Verfahren zur Anfechtung des Vertrags. Zu Beginn des Sommers reichte die GSoA gemeinsam mit der LSDH…
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Digitale Propaganda: Wie das Militär soziale Medien ausnutzt
Seit mehreren Jahren ist die Schweizer Armee auf verschiedenen Social-Media-Plattformen präsent. Erst ab 2023 ist es allen Dienstleistenden offiziell erlaubt, Fotos und Videos in den sozialen Medien zu teilen. Vor einigen Monaten wurden im Rahmen der Aktion «Ein Tag in der Armee» vier Content Creator eingeladen, vollständig in den Alltag des Militärs einzutauchen. Es ist…

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Die Gründe der Wut
Marvin, Camila, Michael, Nzoy, Mike, Lamine, Hervé: Seit Jahren häufen sich die Namen von Menschen, die bei Polizeieinsätzen im Kanton Waadt ihr Leben verloren haben. Trotzdem ist man weiterhin kaum dazu bereit, die Polizei und die Justiz zu hinterfragen. Ende Sommer 2025 lösten der Tod von Marvin und die Enthüllungen über rassistische Äusserungen in Chatgruppen…
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«Brutale Nachbarn» von José Brunner
Wie Emotionen den Nahostkonflikt antreiben – und entschärfen können. Eine Buchrezension von Noëmi Holtz Keine der unzähligen Lösungsversuche in Westasien gelangen. Der Frage “weshalb” geht José Brunner in seinem Buch «brutale Nachbarn» nach. Es wird verständlich, warum diese nicht gelingen konnten und welche emotionalen Grundlagen nötig sind, damit eine Perspektive entstehen kann. Die notwendige Voraussetzung…
