Die GSoA-Zeitung beleuchtet aktuelle sicherheitspolitische Themen aus einer antimilitaristischen Perspektive und erscheint viermal jährlich. Es sind leider nicht alle Artikel hier online verfügbar, aber du kannst sie abonnieren um nichts mehr zu verpassen. Eine Übersicht über alle Ausgaben findest du dort, in den dort verlinkten PDF finden sich teils auch hier fehlende Artikel. Die GSoA-Zeitung wird von Mitgliedern und Sympathisant*innen verfasst. Möchtest auch du mithelfen? Melde dich bei gsoa@gsoa.ch, um an den Redaktionssitzungen teilzunehmen (online).
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Verantwortungslose Schützenverbände
Für den Abstimmungskampf um die Waffenschutz-Initiative werden die Schützenverbände mehrere Millionen ausgeben. Ein seltsames Engagement, denn die Initiative betrifft die Sportschützen gar nicht. Nicht wenige Historiker sehen in den Schützengesellschaften eine Keimzelle des Schweizer Bundesstaates. Die Schützenfeste waren eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen sich die Menschen über die Kantonsgrenzen hinaus trafen und eine gemeinsame…
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Groteskes Theater
Der Entscheid über die Kampjetbeschaffung wurde vom Bundesrat ein weiteres Mal verschoben. Derweil schaltet der Rüstungskonzern Saab ganzseitige Inserate in Schweizer Tageszeitungen um für die Beschaffung des Gripen-Jets zu werben. Die Kampfjetbeschaffung ist längst zu einem grotesken Theater verkommen. Wir erinnern uns: Der Bundesrat gab vor gut vier Jahren grünes Licht für die Beschaffungsvorbereitung der…
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«Ein riesiger Hühnerhaufen»
Mit Simon und Marco, zwei (beinahe) ehemaligen Soldaten sprachen Adi Feller und Lucien Haug über den Alltag im Militär und die GSoA-Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht. GSoA: Bei welchen Truppengattungen und wie lange habt ihr euren Militärdienst geleistet? Simon: Ich war Sanitätssoldat in der RS und leiste meine WKs in der Krankenabteilung. Meine RS habe…
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In Europa praktisch abgeschafft
Ein Blick auf die Europakarte zeigt, dass die Wehrpflicht in den meisten europäischen Ländern bereits abgeschafft ist. Und in weiteren Staaten wird sie wohl bald aufgehoben sein. Eine Übersicht. Die Liste ist lang: Grossbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, die Niederlande, Belgien, Dänemark, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, Slowenien, die Slowakei, Rumänien, Polen, Lettland, Litauen und seit…
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Zwischen Sozialromantik und real existierendem Kapitalismus
Die GSoA-Initiative «Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht!» löst eine Vielzahl von Diskussionen aus. Nicht nur Sinn und Ausgestaltung der Armee sind Gegenstand dieser Debatten, sondern auch generelle Fragen rund um Bürger(innen)pflichten oder einen Dienst an der Gemeinschaft. Sowohl bei BefürworterInnen als auch GegnerInnen unserer Initiative scheint die Idee der allgemeinen Dienstpflicht Zustimmung zu finden. Unter…
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«Grüezi, händ Si scho underschribe für d’Ufhebig vo de Wehrpflicht?»
«Die Wehrpflicht aufheben? So ein Schmarren. Der Militärdienst hat noch jedem gut getan.» Unterschriften für die Aufhebung der Wehrpflicht zu sammeln, kommt nicht bei allen gut an. Trotzdem verspricht es viele erfreuliche und interessante Momente. Begegnungen mit Passanten und Passantinnen beim Unterschriftensammeln sind oft äusserst unterhaltsam: So unterschreibt ein ehemaliger Soldat, der bei den Brieftaubentrupen…
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Von Stimmungshebung und Kindersoldaten
Dass in der Schweiz der Militarismus immer noch fest verankert ist, zeigte sich in den letzten Wochen am Military Tattoo Basel und am Jugendfest in Lenzburg. Das Basel Tattoo ist das zweitgrösste Militärmusikfestival der Welt. Eine Woche der uniformen Gleichschaltung und des militärischen Drills – doch der perfekt inszenierte Militarismus begeistert offenbar viele. Dass der…
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Editorial
Auch dieses Jahr war das Sommerloch wieder einmal gefüllt mit allerlei Pleiten und Pannen der Armee: Zuerst stellt André Blattmann, der Chef der Armee, einen alten Militärkameraden als Berater ein – zu einem absurd hohen Honorar und unter Missachtung aller Reglemente. Wenig später wird bekannt, dass ein Berufsoffizier zum Oberst befördert wird, der 1994 wegen…
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Die Kröten von Neuchlen-Anschwilen
Ueli Maurer jammert oft, die Armee habe nicht genügend Geld. Beispielsweise für den Unterhalt der Kasernen und Waffenplätze. Der Fall von Neuchlen-Anschwilen zeigt, dass Mitleid mit Jammer-Ueli fehl am Platz ist. Während die Welt das Ende des Kalten Krieges feierte, verkündete die Schweizer Armee, in Neuchlen-Anschwilen (in der Nähe von St.Gallen) brauche es dringend einen…
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Erneuter Verstoss gegen die Kriegsmaterialverordnung
Der geplante Verkauf von 60 gepanzerten Fahrzeugen nach Deutschland verletzt die geltende Kriegsmaterialverordnung und widerspricht den aussenpolitischen Zielen der Schweiz in Afghanistan. Die Firma Mowag plant den Verkauf von 60 Rad schützenpanzern an Deutschland, welche die deutsche Bundeswehr explizit für den Einsatz in Afghanistan verwenden will. Nach geltender Kriegsmaterialverordnung ist dieser Export von Kriegsmaterial illegal,…
