Autor*in: Josef Lang

Nachfolgend alle Beiträge dieser Autor*in, chronologisch sortiert.

  • Desertion darf kein Ausschlussgrund für Asyl sein!

    Die GSoA unterstützt das Referendum gegen die erneute Verschärfung des Asylgesetzes aus mehreren Gründen. Der wichtigste ist der Ausschluss der Kriegsdienstverweigerung als Asylgrund. Vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs in Syrien, wo die Desertionen die einzige Chance sind, den Despoten ohne Blutvergiessen zu stürzen, ist der Ausschluss der Kriegsdienstverweigerung als Asylgrund besonders grotesk. Hinter diesem Revisionspunkt…

  • Eine alte Pendenz erledigen

    Die Aufhebung der Wehrpflicht, die in zwei Jahren zur Abstimmung gelangen dürfte, war bereits in den 90er Jahren ein ernsthaft verfolgtes Thema in der GSoA. In den Jahren 1994 und 1995 hat die GSoA der Aufhebung der Wehrpflicht zwei Seminarien und eine Vollversammlung gewidmet. Dass wir uns dann entschieden, auf die Lancierung einer Initiative vorläufig…

  • Schweizer Armee – von der Tragödie zur Farce

    25.05.12, es gilt das gesprochene Wort: Die Armee befindet sich in ihrer tiefsten Krise seit der dramatischen Hydra-Affäre vor 109 Jahren. Damals setzte sich nach einem jahrelangen Seilziehen zwischen dem republikanisch-demokratischen und dem preussisch-autoritären Lager innerhalb des Offizierskorps die Neue Richtung des späteren Generals Wille durch. Dass Wille obsiegte, hatte auch damit zu tun, dass…

  • Breite Palette brisanter Fragen

    Am 5.Januar haben wir die Initiative «Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht» eingereicht. Eine höchst intensive Debatte steht uns bevor. Die Volksinitiative «Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht» wirft eine ganze Reihe von militär-, staats- und gesellschaftspolitischen Fragen auf: Die historische Voraussetzung der Wehrpflicht, die konventionelle Verteidigung der nationalen Grenzen, ist zu einem höchst unwahrscheinlichen Fall geworden.…

  • Kampfjets vors Volk!

    Die GSoA hat versprochen, dass die Kampfjets vors Volk kommen. Und sie wird ihr Wort halten! Die Weigerung des Bundesparlaments, den Kauf von 22 neuen Kampfjets dem fakultativen Referendum zu unterstellen, hat in der Bevölkerung grossen Unmut ausgelöst. Befeuert wurden die Proteste durch den gleichzeitigen Beschluss, den Armeeplafond um 1.1 Milliarden auf 5 Milliarden Franken…

  • Notfalls Referendum gegen Kampfjets

    Es ist zu befürchten, dass die 100‘000er Armee im Bundesparlament durchkommt. Eher unwahrscheinlich ist, dass auch die neuen Kampfjets verbindlich beschlossen werden. Notfalls bleibt das Referendum. Am 1. Juni hat der Ständerat zwei Beschlüsse gefasst, die zu einer schlagartigen Erhöhung der Militärausgaben führen. Erstens will er eine 100‘000er Armee, die jährlich mindestens 750 Millionen Franken…

  • Das Verhängnis von Waffe und Würde

    Sportschützen und Jäger sind von der Waffeninitiative nicht betroffen. Dennoch wehren sie sich nach Kräften. Wie lässt sich dieser irrationale Widerstand erklären? Die Volksinitiative «für den Schutz vor Waffengewalt» erlaubt lizenzierten Sportschützen und Jägern weiterhin, ihre Waffe zu Hause zu behalten. Trotzdem laufen sie Sturm dagegen – auch zur Verwunderung bürgerlicher Frauen. Gerade die Tatsache,…

  • Aufgeschoben ist aufgehoben

    Ende August dieses Jahres war es soweit: Bundesrat Ueli Maurer gab bekannt, dass auf die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge verzichtet wird. Obwohl es ihm sichtlich schwer fiel, ist nun klar, dass es bis weit ins nächste Jahrzehnt keine neuen Kampfjets geben wird. Die GSoA-Initiative «Gegen neue Kampfflugzeuge» ist nun bereits vor der Volksabstimmung am Ziel. Am…

  • Wehrpflicht, lange Männerhaare und Frauenstimmrecht

    Warum waren die Männer erst bereit, den Frauen das Stimmrecht zuzugestehen, als sie selber begannen, lange Haare zu tragen? Die allgemeine Wehrpflicht ist eine erfundene Tradition wie beispielsweise die Heimabgabe der Ordonnanzwaffe samt Munition. Erst seit ungefähr 1900 leisten mehr als die Hälfte der Männer Militärdienst. Umso grösser war die symbolische Bedeutung der Wehrpflicht, die…

  • Aufstieg und Fall des militärischen Interventionismus

    Die Neunziger Jahre waren geprägt von der Diskussion um sogenannte «humanitäre Interventionen». Dies hat sich in der vergangenen Dekade gänzlich geändert. Auch in der Schweiz steckt der militärische Interventionismus in einer tiefen Krise. Das zeigt das spektakuläre Nein zu Atalanta in der letzten Herbstsession des Nationalrates. Das illustriert das weitaus unspektakulärere Nein der Aussenpolitischen Kommission…

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